Am zweiten Tag wurden wir zum Gottesdienst eingeladen – vier (!) Stunden voller Freude, Gebet, Gesang und Austausch. Die Gemeinde verbreitete Optimismus, Hoffnung und Dankbarkeit und zeigte, wie man gemeinsam Armut, Verzweiflung und eine schwierige Vergangenheit bekämpfen kann.

Den Rest des Nachmittags spielten wir mit den Kindern Ludo, Chinese Whispers und Fangen. Anschließend verteilten wir in der heißen Sonne Freetowns unsere Weihnachtsgeschenke; gespendete Kleider, Schuhe und handgemachte Weihnachtskarten.

Im Laufe der Woche machten wir zwei Ausflüge mit den Kindern. Wir fuhren zum Bureh Beach und in den Victoria’s Park – einer Oase für Kinder im Zentrum von Freetown, mit einem Pool, Rutschen und Schaukeln. So wurden die Kinder auf den Fotos reale Menschen, mit realen Hoffnungen und realen Zielen; eines Tages möchten sie als Journalisten, Buchhalter, Ärzte oder Piloten die Zukunft des Landes gestalten. Aber Bildung ist in Sierra Leone nicht selbstverständlich…

Bildungsmisere als Entwicklungshinderniss 

In Sierra Leone gibt es kein Geld für Bildung. Eltern können sich keine Uniformen leisten. Kinder kommen hungrig zur Schule. Lehrer arbeiten jahrelang ohne Gehalt. Klassengrößen erreichen bis zu 80 Kinder.

Wir besuchten die Schule der Kinder. Diese liegt einen kurzen, aber steilen und steinigen Weg vom Haus entfernt. Wir trafen die Schulleiter der Grund- und Sekundarschulen; bei ihnen gilt das Motto: „Gebe einem Mann einen Fisch, und Du fütterst ihn für einen Tag. Lerne einen Mann das Fischen, und Du fütterst ihn ein Leben lang.“

An unserem letzten Tag nahmen wir an einer Abschlussfeier teil und fanden uns ungewollt als Ehrengäste auf der Preisverleihungsfeier der Schule wieder. Zurück an diesem Abend gab es einen emotionalen Abschied von den Kindern und Mitarbeitern, aber wir gingen voller Hoffnung, dass wir für eine bessere Zukunft zusammenarbeiten können.

Bevor wir zum Flughafen zurückfuhren, zeigte uns Ibrahim den Fluss Nr. 2. Hier wurde der Bounty Werbespot „Taste of Paradise“ gedreht. Es ist wirklich atemberaubend schön, unberührt und verlassen. Und irgendwie symbolisch für ein unglaublich schönes Land das gerade dabei ist die Schrecken des Bürgerkriegs und der Ebola-Epidemie hinter sich zu lassen und in eine bessere Zukunft zu gehen.

Mit MercyHome Freetown bereiten wir 15 Kindern auf diese Zukunft vor, ‚lernen sie das Fischen‚, damit Sie für sich selbst und die Gemeinschaft einen wertvollen Beitrag leisten können. Begleiten Sie uns. Hier erfahren Sie, wie Sie helfen können.